Dienstag, 14. Juni , (München 21.52 Uhr, 132°
Mittwoch 13. Juli (München, 21.39 Uhr, 131°,

Soll der Mond – nicht wie hier das Bild beherrschen – sondern als zusätzliches Detail in einer Landschaftsaufnahme beeindrucken, dann ist der Tag vor dem Vollmond vielfach der bessere Termin zum Fotografieren. Er kommt dann deutlich früher über den Horizont und erscheint zeitnah zum Sonnenuntergang, mal ein paar Minuten vorher, mal etwas später. Aber fototechnisch ist es noch wie beim Fotografieren zur „blauen Stunde“. Die Helligkeitsunterschiede zwischen Landschaft und Mond sind gut beherrschbar.
Alois Nagl, Sony, 1000 mm, 1/100 s, f13, 2000 ISO
Vollmond über dem Kranzhorn mit zwei Gipfelkreuze für Bayern und Tirol
Checkliste für spannende Mondbilder
Was wird eventuell noch benötigt oder kann sinnvoll sein?
- Eine Taschenlampe, besser ist eine Stirnlampe – denn die Beleuchtung durch das Smartphone verbraucht viel Energie und die wird wahrscheinlich für einige Apps dringender benötigt.
- Ein Rotfilter vor der Stirn- oder Taschenlampe ist hilfreich – bei bestimmten Geräten zuschaltbar.
- Ein Campingstuhl – damit man beim Warten nicht neben der Kamera stehen muss. Aber er ist noch wichtiger bei Langzeit-Aufnahmen von der Milchstraße
- Getränke. Eine Thermokanne mit Warmgetränk kann sinnvoll sein, denn auch im Juni oder Juli kann es am späten Abend noch recht kalt werden.
Am Tag vorher prüfen und vorbereiten
- Akku und Ersatz- Akkus vorher noch einmal aufladen. Bei Liveview kann die Batterie – falls älter als 3 Jahre – schon nach 2 Stunden ziemlich leer sein. Meine Ladegeräte lassen sich an der Autobatterie oder am Akkupack unterwegs anschließen.
- Batterien für Fernauslöser und Blitzlicht, bitte überprüfen, aufladen oder Ersatzbatterien besorgen
- Alle Filter – außer Astrofilter – abnehmen
- Wichtiger – Gegenlichtblende – auch oft Sonnenblende genannt – benutzen
- Schnellkupplung unter die Kamera und/oder falls möglich unter das Objektiv schrauben
Ein Stativ – ein Muss
- Wünschenswert ist es auf dem Stativ einen 3-D-Kopf zu verwenden, denn jeder normale Kugelkopf gibt bei schwereren Objektiven nach und verändert durch leichtes Absinken des Objektivs den Bildausschnitt. Noch problematischer ist das bei Aufnahmen im Hochformat. Abhilfe kann hier eine L-Schiene bieten, so dass das Objektiv auch beim Hochformat nicht schräg am Stativkopf hängt, sondern im Schwerpunkt befestigt ist.
- Doch das Stativ allein reicht manchmal nicht, insbesondere wenn ein strenger Wind weht. Ist das Stativ nicht stabil genug, lohnt es sich ein Netz oder eine Tasche mit Steinen oder Sand zu füllen und unten an das Stativ zu hängen. Häufig ist auch die Fototasche ein guter Stabilisator für das Stativ und die Ausrüstung ist immer in Sichtweite
- Nicht vergessen – unbedingt Stabilisator an Kamera oder Objektiv ausschalten
Fernauslöser – notwendig
- Ideal per Funk oder durch Bluetooth mit dem Handy. Bei D-SLR-Kameras sollte aus Live-View heraus ausgelöst werden, ruhig noch mit 2 Sekunden Vorauslöser.
Objektiv – was ist richtig
- Alle TeIeobjektive sind bestens geeignet. Die Brennweite, die zum Einsatz kommen sollte, hängt auch vom Fotowunsch, dem Motiv und dem vorhanden Objektiv ab. Für reine Mondaufnahmen sind alle Vergrößerungen über das 7-fache wünschenswert (Vollformat 300 mm, APS 200 mm und Fuji, Olympus mehr als 150 mm). Je größer die Brennweite, umso besser.
- Bei den Landschaftsmotiven wie hier im Beitrag sind ausschließlich Brennweiten von 150 mm bis 200 mm zum Einsatz gekommen
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Fokus – wohin legen
- Scharfeinstellung – unbedingt manuell vornehmen, denn sonst versucht die Kamera bei jeder Aufnahme die Schärfe neu zu justieren. Bei 5- oder 10facher Vergrößerung mit AF-Lupe oder im LiveView ist das problemlos millimetergenau manuell einstellbar. Wer Fokuspeaking oder den „Piepton“ einschalten kann bekommt so zusätzliche Hilfestellung und Sicherheit.
- Idealerweise beginnt die Schärfe dort, wo das Motiv beginnt und endet beim Mond. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist dann eine Tabelle oder App – optimal PhotoPills – sinnvoll. So gibt es für die beiden Entfernungsebene die maximale Blende sowie eine exakte Entfernungsangabe.
Kamera – zusätzliche Einstellungen
- Scharfeinstellung – unbedingt manuell vornehmen, denn sonst versucht die Kamera bei jeder Aufnahme die Schärfe neu zu justieren. Bei 5- oder 10facher Vergrößerung mit AF-Lupe oder im LiveView ist das problemlos millimetergenau manuelle einstellbar. Wer Fokuspeaking oder den „Piepton“ einschalten kann bekommt so zusätzliche Hilfestellung und Sicherheit.
- Idealerweise beginnt die Schärfe dort, wo das Motiv beginnt und endet beim Mond. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist dann eine Tabelle oder App – optimal PhotoPills oder – sinnvoll. So gibt es für die beiden Entfernungsebene die maximale Blende sowie eine exakte Entfernungsangabe.
Apps – hilfreich
Links – wichtig und informativ
Unbedingt vorher ausprobieren, denn die beiden umfangreichsten, die PhotoPills oder PlanIt for Photographer, 10,99 € IOS) benötigen eine längere Einarbeitung. Aber auch andere wie The Photographer’s Ephemeris (5 €) müssen vorher geübt werden
- Außerdem einmal Kompass am Smartphone einschalten und schauen wie er eventuell kalibriert werden muss
- Wen möglich den Aufnahmeort überprüfen
- Ist er dunkel genug
- Genug Abstand zu meinem Motiv
- Wo wird der Mond aufgehen wird, die App kann es zeigen,
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Was ist ein Supermond? Wann ist er an Ihrem Wohnort zu sehen? https://www.timeanddate.de/astronomie/mond/supermond
Hier finden sich bei Youtube einige gut gemachter deutschsprachige Videos, speziell die 5teilige Serie von Jochen Keller ist sehenswert
Hier ein englischsprachiger Beitrag zu Vollmondfotografie und ein englischsprachiges E-Book speziell zum Fotografieren einer Mondfinsternis mit PhotoPills.
Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Mondbild – Supermond oder Landschaft mit Mond mit uns in unserer Facebook-Gruppe teilen #mondsüchtig
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